{"id":995,"date":"2012-03-15T10:29:15","date_gmt":"2012-03-15T09:29:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/?p=995"},"modified":"2012-08-28T22:27:10","modified_gmt":"2012-08-28T21:27:10","slug":"the-fountain","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/03\/the-fountain\/","title":{"rendered":"The Fountain"},"content":{"rendered":"<abbr class=\"unapi-id\" title=\"\"><!-- &nbsp; --><\/abbr>\n<div>\n<p>Als das <a href=\"http:\/\/kronosquartet.org\/about\" target=\"_blank\">Kronos Quartet<\/a> im Jahr 1973 von David Harrington in Seattle gegr\u00fcndet wurde, war Darren Aronofsky gerade einmal 4 Jahre alt. Und w\u00e4hrend die Musiker des Streichquartetts in den vergangenen fast 40 Jahren in teilweise wechselnder Zusammensetzung weltweit tausende von Konzerten gegeben haben, <a href=\"http:\/\/kronosquartet.org\/recordings\" target=\"_blank\">mehr als 45 Platten einspielten<\/a> und daf\u00fcr mit <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kronos_Quartet#Preise\" target=\"_blank\">zahlreichen Preisen bedacht<\/a> wurden, hat es Aronofsky als Filmregisseur bisher auf gerade einmal drei kurze und f\u00fcnf lange Filme gebracht, f\u00fcr die er allerdings auch schon eine <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Darren_Aronofsky#Accolades\" target=\"_blank\">ganze Reihe von Auszeichnungen<\/a> erhalten hat. Von Anfang an widmete sich das Kronos Quartet haupts\u00e4chlich der zeitgen\u00f6ssischen Musik und hier besonders gerne den Komponisten der Minimal Music, wie Terry Riley, Steve Reich und Philipp Glass, was sie auch schon fr\u00fch in den Bereich Filmmusik f\u00fchrte: 1985 und 1999 spielten sie f\u00fcr Philipp Glass die Soundtracks zu \u201eMishima\u201c und \u201eDracula\u201c ein, worauf in den Jahren 2000 und 2006 die Zusammenarbeit mit Clint Mansell folgte, der f\u00fcr seinen Freund Aronofsky die Musik zu den Filmen \u201eRequiem for a Dream\u201c und \u201eThe Fountain\u201c komponiert hatte. Bei der Musik zu <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/e\/ee\/Fountain_poster_1.jpg\" target=\"_blank\">The Fountain<\/a> stie\u00df dann auch noch die schottische Postrock Band <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mogwai_(Band)\" target=\"_blank\">Mogwai<\/a> hinzu und alles in allem konnte bei derart eingespielten Profis praktisch nichts mehr schief gehen.<\/p>\n<p>Allerdings war die Filmmusik auch so ziemlich das Einzige, was an The Fountain auf Anhieb und reibungslos funktionierte. Denn ansonsten musste Aronofsky das Skript mehrfach umschreiben und k\u00fcrzen und die urspr\u00fcnglich vorgesehenen Hauptdarsteller sprangen kurz vor dem geplanten Drehbeginn ab, um sich anderen Projekten zu widmen, was wiederum zur Folge hatte, dass der Film von der Produktionsfirma Warner Brothers zun\u00e4chst auf Eis gelegt und erst nach weiteren zwei Jahren und nur mit einem um die H\u00e4lfte reduzierten Budget realisiert wurde.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dies alles Aronofsky wahrscheinlich einiges an Kraft und Nerven gekostet hat, tat es dem Film selbst aber in mancher Hinsicht gut: das urspr\u00fcngliche Skript war nicht verloren, sondern wurde vom Zeichner <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kent_Williams\" target=\"_blank\">Kent Williams<\/a> in ein Comic umgesetzt und man mag sich auch lieber nicht vorstellen, was es f\u00fcr ein Film geworden w\u00e4re, h\u00e4tten tats\u00e4chlich Brad Pitt und Cate Blanchet statt Hugh Jackman und Rachel Weisz die Hauptrollen gespielt. Nicht zuletzt die Budget-K\u00fcrzung trug aber auch dazu bei, dass Aronofsky statt teure CGI-Technik bei den Spezialeffekten einzusetzen, auf solides Handwerk, zum Beispiel die Petrischalen des <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/name\/nm0662995\/\" target=\"_blank\">Peter Parks<\/a>, zur\u00fcckgriff. Dieser hatte sich n\u00e4mlich darauf spezialisiert, von ihm herbeigef\u00fchrte chemische Reaktionen abzufilmen, die, auf das Gro\u00dfformat einer Kinoleinwand projiziert, \u00fcberw\u00e4ltigend sch\u00f6ne Bilder schaffen \u2013 die perfekte Erg\u00e4nzung zu einem Film, in dem ansonsten Krankenh\u00e4user aussehen, wie Raumschiffe und Raumschiffe wie fliegende G\u00e4rten. Wem also die Handlung zu pathetisch erscheinen sollte, dem bleibt noch immer die M\u00f6glichkeit, ganz einfach Bilder und Musik auf sich wirken zu lassen, was in diesem Falle auch schon v\u00f6llig ausreichend ist, f\u00fcr gro\u00dfes Kino.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">(The Fountain, USA 2006; Regie: Darren Aronofsky.)<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als das Kronos Quartet im Jahr 1973 von David Harrington in Seattle gegr\u00fcndet wurde, war Darren Aronofsky gerade einmal 4 Jahre alt. 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