{"id":878,"date":"2012-01-19T09:29:46","date_gmt":"2012-01-19T08:29:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/?p=878"},"modified":"2012-08-28T21:57:44","modified_gmt":"2012-08-28T20:57:44","slug":"vargtimmen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/01\/vargtimmen\/","title":{"rendered":"Vargtimmen"},"content":{"rendered":"<abbr class=\"unapi-id\" title=\"\"><!-- &nbsp; --><\/abbr>\n<div>\n<p>Davon, dass <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/ingmar-bergman\/\" target=\"_blank\">Ingmar Bergman<\/a> in seinem Leben oft mit Ehrungen und Auszeichnungen bedacht wurde, und wie er darauf reagierte, war <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2011\/06\/wilde-erdbeeren\/\" target=\"_blank\">hier schon an anderer Stelle die Rede<\/a>. Als einer seiner bekanntesten, nicht nur preisw\u00fcrdigen, sondern auch einflussreichsten Filme gilt bis heute <em><a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/0\/08\/Persona_Poster.jpg\" target=\"_blank\">Persona<\/a><\/em>. Wesentlich weniger bekannt ist hingegen <em><a href=\"http:\/\/www.ingmarbergman.se\/closeup.asp?guid=A516FB70-2886-467F-BFA8-D9B03BCDCFB4&amp;item=D6579EF9-375A-4679-8BCF-3B1BED36B3F6\" target=\"_blank\">Vargtimmen<\/a><\/em>, obwohl er gewisserma\u00dfen die andere H\u00e4lfte von <em>Persona<\/em> darstellt, denn beide Filme gehen auf das gleiche Manuskript mit dem Arbeitstitel \u201eDie Menschenfresser\u201c zur\u00fcck, das Bergman 1964 w\u00e4hrend eines langen Krankenhausaufenthalts schrieb. Wieder genesen erschien ihm das Skript zun\u00e4chst als zu aufwendig und teuer zu verfilmen, weshalb er es in reduzierter und damit auch konzentrierterer Version drehte. Nach Abschluss der Dreharbeiten zu <em>Persona<\/em> scheinen ihm aber doch einige Ideen und Motive aus dem urspr\u00fcnglichen Manuskript zu wichtig gewesen zu sein, um sie einfach fallen zu lassen und so kam es zu <em>Vargtimmen<\/em>, zu deutsch: <em>Die Stunde des Wolfes<\/em>.<\/p>\n<p>Dass dieser Film, gemessen an seinem Vorg\u00e4nger, ein weniger gro\u00dfer Erfolg wurde, d\u00fcrfte wohl damit zusammenh\u00e4ngen, dass er, selbst f\u00fcr einen Bergman, sehr d\u00fcster geraten ist. Zudem verabschiedet er sich hier von herk\u00f6mmlichen Erz\u00e4hlformen: die Geschichte ist ineinander verschachtelt und damit \u00e4hnlich verwirrt wie der nervliche Zustand des Protagonisten. Aber auch <em>Vargtimmen<\/em> hat, wie viele Filme von Bergman, autobiographische Z\u00fcge: so l\u00e4sst er <a href=\"http:\/\/www.ingmarbergman.se\/page.asp?guid=7DDBE2B3-D6B6-4C63-A08D-B7A78881C4C7#\" target=\"_blank\">Max von Sydow als Johan Borg einiges Erhellendes zum Thema K\u00fcnstlerdasein sagen<\/a> und eine kurze, aber sehr intensive Szene, in der es um Schr\u00e4nke, elterliche Bestrafung und daraus resultierende Kindheitstraumata geht, k\u00f6nnte ziemlich genau so, wie sie im Film geschildert wird, auf Bergmans eigene Erinnerungen zur\u00fcck gehen, wobei sie den erst vor kurzem ebenfalls gefeierten und mit zahlreichen Auszeichnungen versehenen Film von Michael Haneke, <em><a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/d\/d6\/White_ribbon.jpg\" target=\"_blank\">Das wei\u00dfe Band<\/a><\/em>, geradezu vorweg nimmt. Allerdings, w\u00e4hrend Haneke seine Geschichte in 144 Minuten erz\u00e4hlt, reichen bei Bergman nur wenige S\u00e4tze.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">(Vargtimmen, Schweden 1968; Regie: Ingmar Bergman.)<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Davon, dass Ingmar Bergman in seinem Leben oft mit Ehrungen und Auszeichnungen bedacht wurde, und wie er darauf reagierte, war hier schon an anderer Stelle die Rede. Als einer seiner bekanntesten, nicht nur preisw\u00fcrdigen, sondern auch einflussreichsten Filme gilt bis heute Persona. 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