{"id":812,"date":"2011-12-01T09:29:05","date_gmt":"2011-12-01T08:29:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/?p=812"},"modified":"2012-08-28T22:17:12","modified_gmt":"2012-08-28T21:17:12","slug":"the-mystery-of-the-marie-celeste","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2011\/12\/the-mystery-of-the-marie-celeste\/","title":{"rendered":"The Mystery of the Marie Celeste"},"content":{"rendered":"<abbr class=\"unapi-id\" title=\"\"><!-- &nbsp; --><\/abbr>\n<div>\n<p>Von der Schauspielerin Paula Maxa hei\u00dft es, sie sei im Verlaufe ihrer Karriere von 1917 bis in die 1930er Jahre auf mehr als 60 verschiedene Arten und \u00fcber 10.000 mal auf der B\u00fchne ermordet worden. Diese jahrelange intensive Aus\u00fcbung des Opferrollenfachs ergab sich zwangsl\u00e4ufig daraus, dass sie die <a href=\"http:\/\/www.grandguignol.com\/DSCF0033.htm\" target=\"_blank\">ber\u00fchmteste Darstellerin des Grand Guignol<\/a> war, einem kleinen, aber sehr beliebten Theater in Paris, dass sich von 1897 bis 1962 in einer ehemaligen Kapelle im Vergn\u00fcgungsviertel Pigalle auf <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/e\/eb\/Adrien_Barr%C3%A8re12.jpg\" target=\"_blank\">drastische Horror- und Gruselst\u00fccke<\/a> spezialisiert hatte. Bis weit \u00fcber die Grenzen Frankreichs hinaus wurden sie damit derart bekannt, dass das Th\u00e9\u00e2tre du Grand Guignol heute als Vorl\u00e4ufer und Inspirationsquelle zahlreicher sp\u00e4terer Horror- und Splatterfilme gilt. Allen voran jenen der legend\u00e4ren <a href=\"http:\/\/www.hammerfilms.com\/\" target=\"_blank\">Hammer Productions<\/a>, denen wir die schaurig-blutigen Film-Serien \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/HorrorOfDracula-Trailer\" target=\"_blank\">Dracula<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/RevengeOfFrankenstein-Trailer\" target=\"_blank\">Frankenstein<\/a> mit Christopher Lee und Peter Cushing sowie <a href=\"http:\/\/www.hammerfilms.com\/history\" target=\"_blank\">nahezu unz\u00e4hlige weitere Horrorfilme<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/TerenceFisherstheMummy1959MovieTrailer\" target=\"_blank\">Mumien<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/CurseOfTheWerewolf-Trailer\" target=\"_blank\">Werw\u00f6lfen<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/PlagueOfTheZombies-Trailer\" target=\"_blank\">Zombies<\/a> verdanken. Diese erfreuten sich nicht nur beim Publikum \u00fcber viele Jahre andauernder Begeisterung, sondern wurden von jenen Kritikern, die schon fr\u00fch etwas mit dem Wort Kultfilm anfangen konnten, auch f\u00fcr ihren einzigartigen visuellen Stil gelobt.<\/p>\n<p>Einer der ersten Hammer Filme \u00fcberhaupt, <a href=\"http:\/\/www.hammerfilms.com\/productions\/film\/filmid\/41\/the-mystery-of-the-mary-celeste\" target=\"_blank\">The Mystery of the Marie Celeste<\/a> aus dem Jahr 1936, <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/phantom_ship\" target=\"_blank\">steht bei Archive.org zum Download<\/a> bereit: Es ist die auf Tatsachen beruhende Geschichte des amerikanischen Segelschiffs <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/9\/92\/Mary_Celeste_as_Amazon_in_1861.jpg\" target=\"_blank\">Marie Celeste<\/a>, das am 4. Dezember 1872 im Atlantischen Ozean, nahe der Meerenge von Gibraltar, f\u00fchrerlos treibend aufgefunden wurde. Trotz guten Wetters \u2013 die Segel waren aufgezogen und kein Notsignal gehisst \u2013 fehlte vom Kapit\u00e4n <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/1\/15\/Benjamin_Briggs_captain_of_Mary_Celeste.jpg\" target=\"_blank\">Benjamin Briggs<\/a>, seiner <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/2\/2a\/Sarah_Briggs_wife_of_Benjamin.JPG\" target=\"_blank\">Ehefrau Sarah<\/a> und seiner <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/6\/69\/Sophia_Briggs_daughter_of_Benjamin.JPG\" target=\"_blank\">zweij\u00e4hrigen Tochter Sophia<\/a>, die sich als Passagiere an Bord befunden hatten, ebenso wie von den <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mary_Celeste#Crew\" target=\"_blank\">sieben Mitgliedern der Besatzung<\/a>, jede Spur. Einen knappen Monat zuvor hatte das Handelsschiff mit einer Fracht von 1701 F\u00e4ssern Industriealkohol, den Hafen von New York City in Richtung Genua verlassen. Der Kapit\u00e4n und seine Mannschaft waren erfahrene Seeleute, es gab keinerlei Anzeichen von Gewalt, vielmehr wurde das Schiff in segeltauglichem Zustand mit ausreichend Proviant f\u00fcr die n\u00e4chsten sechs Monate an Bord angetroffen und auch im Logbuch fanden sich keine Hinweise auf die Vorkommnisse, die zum spurlosen Verschwinden der Besatzung gef\u00fchrt hatten.<\/p>\n<p>Auch in den folgenden Jahren tauchte keiner der Vermissten wieder auf und so wurde das R\u00e4tsel trotz <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mary_Celeste#Speculation_and_theories\" target=\"_blank\">zahlreicher ausgefeilter Theorien<\/a>, von Piraten \u00fcber Tsunamis bis zur Entf\u00fchrung durch Au\u00dferirdische, nie befriedigend gel\u00f6st, was die Marie Celeste bis heute zu einem der ber\u00fchmtesten Geisterschiffe der Geschichte macht. Ein idealer Plot also, f\u00fcr eine Verfilmung durch die Hammer Productions: hier flie\u00dft das Blut zwar noch in schwarzwei\u00df und ohne Vampire und Monster, daf\u00fcr aber spielt <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/f\/ff\/Bela_Lugosi_01.jpg\" target=\"_blank\">Bela Lugosi<\/a> eine der Hauptrollen. Gut, der Film erhielt seinerzeit miserable Kritiken, aber jene Kritiker und <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2011\/11\/the-innocents\/\" target=\"_blank\">Filmemacher, die sich und ihre Arbeit vielleicht manchmal ein bisschen zu ernst nehmen<\/a>, konnten mit den Hammer Filmen ja noch nie etwas anfangen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">(The Mystery of the Marie Celeste, Gro\u00dfbritannien 1936; Regie: Denison Clift.)<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Schauspielerin Paula Maxa hei\u00dft es, sie sei im Verlaufe ihrer Karriere von 1917 bis in die 1930er Jahre auf mehr als 60 verschiedene Arten und \u00fcber 10.000 mal auf der B\u00fchne ermordet worden. 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