{"id":246,"date":"2011-03-31T09:03:13","date_gmt":"2011-03-31T08:03:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/?p=246"},"modified":"2013-01-16T21:14:41","modified_gmt":"2013-01-16T20:14:41","slug":"ensayo-de-un-crimen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2011\/03\/ensayo-de-un-crimen\/","title":{"rendered":"Ensayo de un crimen"},"content":{"rendered":"<abbr class=\"unapi-id\" title=\"\"><!-- &nbsp; --><\/abbr>\n<div>\n<p>&#8230; zu deutsch: <em>Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz<\/em><\/p>\n<p>Lange bevor es in Hollywood Mode wurde, einen wahnsinnigen Serienkiller nach dem anderen auf das Kino-Publikum loszulassen, jeder nat\u00fcrlich noch brutaler, noch grausamer und noch perverser, als seine Vorg\u00e4nger, gab es in Mexiko, nun ja, <em>Archibaldo de la Cruz<\/em>. Ehemals verw\u00f6hntes Einzelkind reicher Eltern, nun ein freundlicher, wohlhabender, kreativ t\u00e4tiger Erwachsener, der, ob in der Bar oder im Spielcasino, stets ein Glas Milch dem Alkohol vorzieht, nie aus der Rolle f\u00e4llt, immer h\u00f6flich und charmant bleibt, ein geachtetes Mitglied der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft zudem, mit gutem Geschmack und besten Manieren, wenn man von seiner ungesunden Vorliebe f\u00fcr Frauenmord, am liebsten in Serie, einmal absieht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/luis-bunuel\/\" target=\"_blank\">Luis Bunuel<\/a> wurde im Jahr 1900 in Calanda, Spanien geboren und freundete sich als Student der Universit\u00e4t Madrid mit dem Maler Salvador Dali und dem Schriftsteller Federico Garcia Lorca an. Irgendwann um das Jahr 1923 herum tauschte er die Bibel seiner katholischen Erziehung gegen die Schriften Sigmund Freuds, 1925 ging er nach Paris, wo er mit den franz\u00f6sischen Surrealisten in Kontakt kam und 1929 gemeinsam mit Dali\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2011\/09\/ein-andalusischer-hund\/\" target=\"_blank\">Un chien andalou<\/a><\/em>, drehte, in seiner Zeit ein ebenso gro\u00dfer Skandal wie Erfolg und bis heute einer der bekanntesten surrealistischen Filme. Ein Jahr sp\u00e4ter, 1930, folgte <em>L\u2018age d\u2018or<\/em>, einer der ersten franz\u00f6sischen Tonfilme \u00fcberhaupt, und ebenfalls von den Einen gefeiert und von den Anderen mit Farbbeuteln beworfen.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren ging Bunuel in die USA, wo er Charlie Chaplin kennen lernte, kehrte aber bald wieder nach Spanien zur\u00fcck und blieb dort bis zum Ausbruch des Spanischen B\u00fcgerkrieges im Jahr 1936. Die Jahre des B\u00fcrgerkrieges verbrachte er in Frankreich, ab 1939 zog es ihn wieder in die USA. Insgesamt wurde Bunuels Schaffen in dieser Zeit, so er denn \u00fcberhaupt Filme drehen konnte, wenig von der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen. Erst ab 1946, mit dem Beginn seiner Arbeit im Mexico drehte er wieder Filme, die ein gro\u00dfes Publikum fanden. Allein hier entstanden 20 seiner Werke, denn, auch wenn Bunuel Zeit seines Lebens mit seinem mangelnden Ehrgeiz kokettierte, tats\u00e4chlich war er ein sehr flei\u00dfiger Filmemacher.<\/p>\n<p><em>Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz<\/em> entstand im Jahr 1955, f\u00fcnf Jahre bevor er nach Spanien zur\u00fcckkehrte, als einer seiner letzten in Mexico gedrehten Filme und ist ein typischer Bunuel: in freundlichem, leichtem Tonfall, witzig und mit Charme erz\u00e4hlt, aber auch hintergr\u00fcndig, surrealistisch, mit psychoanalytischen Verweisen und verschachtelten Traumsequenzen. Und mit dem Thema \u201aFilme \u00fcber Serienm\u00f6rder\u2018 kann man danach getrost abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">(Ensayo de un Crimen, Mexico 1955; Regie: Luis Bunuel.)<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; zu deutsch: Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz Lange bevor es in Hollywood Mode wurde, einen wahnsinnigen Serienkiller nach dem anderen auf das Kino-Publikum loszulassen, jeder nat\u00fcrlich noch brutaler, noch grausamer und noch perverser, als seine Vorg\u00e4nger, gab es in Mexiko, nun ja, Archibaldo de la Cruz. 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