{"id":1832,"date":"2012-12-27T10:29:31","date_gmt":"2012-12-27T09:29:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/?p=1832"},"modified":"2013-01-02T20:51:07","modified_gmt":"2013-01-02T19:51:07","slug":"the-hole","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/12\/the-hole\/","title":{"rendered":"The Hole"},"content":{"rendered":"<abbr class=\"unapi-id\" title=\"\"><!-- &nbsp; --><\/abbr>\n<div>\n<p>Anfang der 1990er, ungef&auml;hr zur gleichen Zeit, als in Beijing auf die  <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/10\/platform\/\" target=\"_blank\">&bdquo;F&uuml;nfte Generation&ldquo; Filmemacher die sechste folgte<\/a>, gab es in Taiwan ebenfalls nach der  <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/11\/the-terrorizers\/\" target=\"_blank\">ersten Welle des New Taiwanese Cinema<\/a>, eine  <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cinema_of_Taiwan#Second_New_Wave.2C_1990.E2.80.932010\" target=\"_blank\">zweite<\/a> und bereits f&uuml;nf Jahre nachdem &uuml;berhaupt zum  <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/12\/city-of-sadness\/\" target=\"_blank\">ersten Mal ein Film in chinesischer Sprache in Venedig mit dem Goldenen L&ouml;wen ausgezeichnet<\/a> wurde, konnte nach <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/hou-hsiao-hsien\/\" target=\"_blank\">Hou Hsiao-hsien<\/a> schon der zweite Filmemacher aus Taiwan diesen Preis entgegen nehmen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Denn auch wenn Tsai Ming-liang genau genommen in Kuching, Malaysia, geboren und aufgewachsen war, und sich einige Jahre als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur bei TV-Produktionen in Hong Kong bet&auml;tigte, so drehte er doch bislang die meisten seiner Filme in Taipeh, wo er bis 1982 an der Chinese Culture University Drama und Film studiert hatte.<\/p>\n<\/p>\n<p>In diesen, seinen Filmen verzichtet Tsai Ming-liang weitgehend auf Dialoge, setzt aber mit sch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit R&auml;ume, am liebsten K&uuml;chen, unter Wasser, oder l&auml;sst es doch wenigstens drau&szlig;en st&auml;ndig regnen, was den praktischen Nebeneffekt hat, dass das Ger&auml;usch des st&auml;ndig str&ouml;menden Wassers auch gleich den Soundtrack ersetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>&Auml;hnlich wie seine Kollegen von der ersten Welle des Neuen Taiwanesischen Kinos sch&auml;tzt Tsai Ming-liang auch sehr, sehr lange Einstellungen, in denen zum Beispiel Flure oder Durchg&auml;nge gezeigt werden: Menschen bleiben darin stehen, gehen hinein und hinaus, bisweilen <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/8\/89\/GDI_Poster_Medium1.jpg\" target=\"_blank\">pinkeln<\/a> sie auch, aber die Kamera bewegt sich nicht &ndash; manchmal passiert auch gar nichts, oder  <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/5\/5c\/Face_poster.jpg\" target=\"_blank\">es wird dunkel, weil eine Frau<\/a> gerade  <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/c\/ce\/Whattimeisitthere.jpg\" target=\"_blank\">das Fenster mit Paketband zugeklebt hat<\/a>.<\/p>\n<\/p>\n<p>Damit das Ganze nicht zu symbolisch aufgeladen wirkt, wird es ab und zu durch absurde Sexszenen aufgelockert, in einem seiner  <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/media\/rm2467660288\/tt0445760\" target=\"_blank\">bekanntesten Filme zum Beispiel, spielen dabei Wassermelonen eine wichtige Rolle<\/a>, die allerdings, wie er bereits vorher in einem anderen Film anschaulich vorgef&uuml;hrt hatte, auch  <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Vive_l'Amour\" target=\"_blank\">gut zum Bowling geeignet sind<\/a>. &Uuml;berhaupt zitiert Tsai Ming-liang sich ganz gerne selbst, oder ist doch zumindest darum bem&uuml;ht, seine eigene Bildsprache zu entwickeln und wiederholt einzusetzen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Eine weiterer fester Bestandteil seiner Filme ist Lee Kang-sheng, der in allen Filmen von Tsai Ming-liang die Hauptrolle spielt, so auch in  <a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/en\/b\/be\/The_Hole_1998_cover.jpg\" target=\"_blank\"><i>The Hole<\/i><\/a>, unterst&uuml;tzt von Yang Kuei-Mei, die man zwar auch aus  <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/11\/eat-drink-man-woman\/\" target=\"_blank\">diesem Film<\/a> kennen kann, aber eben auch aus zahlreichen anderen Tsai Ming-liang-Produktionen. &Uuml;berhaupt sind hier viele der typischen Elemente vertreten, aber die langen Einstellungen werden in  <i>The Hole<\/i> zum ersten Mal so konsequent wie abwechslungsreich eingesetzt: apokalyptisches Wasserrauschen in der bauf&auml;lligen Sperrzone contra 30er Jahre Mandarin-Popsongs mit Federn und Pailletten.<\/p>\n<\/p>\n<p> <font size=\"2\" style=\"font-size: 9pt\">(The Hole, Taiwan und Frankreich 1998; Regie: Tsai Ming-liang.)<\/font> <\/p>\n<p><br clear=\"left\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang der 1990er, ungef&auml;hr zur gleichen Zeit, als in Beijing auf die &bdquo;F&uuml;nfte Generation&ldquo; Filmemacher die sechste folgte, gab es in Taiwan ebenfalls nach der ersten Welle des New Taiwanese Cinema, eine zweite und bereits f&uuml;nf Jahre nachdem &uuml;berhaupt zum ersten Mal ein Film in chinesischer Sprache in Venedig mit dem Goldenen L&ouml;wen ausgezeichnet wurde, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12,20,10,40,13],"tags":[29,66],"class_list":["post-1832","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-destruktive-energie","category-eigensinnige-frauen","category-expertenwissen","category-musik-film","category-therapie","tag-frankreich","tag-taiwan"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1832"}],"version-history":[{"count":14,"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1858,"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1832\/revisions\/1858"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}