{"id":1733,"date":"2012-11-22T10:29:52","date_gmt":"2012-11-22T09:29:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/?p=1733"},"modified":"2012-12-16T17:06:43","modified_gmt":"2012-12-16T16:06:43","slug":"the-terrorizers","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/11\/the-terrorizers\/","title":{"rendered":"The Terrorizers"},"content":{"rendered":"<abbr class=\"unapi-id\" title=\"\"><!-- &nbsp; --><\/abbr>\n<div>\n<p>Vierzehn Jahre vor <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/11\/yi-yi\/\" target=\"_blank\">seinem letzten Film<\/a> erschien <em>The Terrorizers<\/em> von Edward Yang. Es war sein dritter in eigener Regie und nach selbst verfasstem Drehbuch realisierter Film und zu diesem Zeitpunkt steckte er schon mitten in jener Bewegung, die unter dem selbstbewussten und programmatischen Namen \u201aTaiwan\u2018s New Cinema\u2018 stattfand.<\/p>\n<p>Denn gemeinsam mit Edward Yang waren Anfang der 1980er eine ganze Reihe von hoffnungsvollen jungen Filmemachern und Drehbuchautoren in Taipeh angetreten, um ihre Vorstellung eines neuen Kinos zu verwirklichen: die Regisseure und Schauspieler <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/hou-hsiao-hsien\/\" target=\"_blank\">Hou Hsiao-hsien<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/wu-nien-jen\/\" target=\"_blank\">Wu Nien-jen<\/a> zum Beispiel geh\u00f6rten zu diesem Kreis, aber auch die Schriftstellerin <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/chu-tien-wen\/\" target=\"_blank\">Chu Tien-wen<\/a>, deren Romanvorlagen und Drehb\u00fccher oft verfilmbares Material lieferten. <\/p>\n<p>Neu daran waren zun\u00e4chst einmal ihre Art zu erz\u00e4hlen und der angestrebte Realismus ihrer Filme. Ein wenig zeigte man sich hier wohl, wie sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/06\/on-the-beat\/\" target=\"_blank\">auch an anderer Stelle im chinesischsprachigen Kino<\/a>, vom italienischen Neorealismus beeinflusst. Jedenfalls ging es nicht um Pathos und gro\u00dfes Drama und popul\u00e4re Stars, sondern die Filmemacher versuchten so nah wie m\u00f6glich an das Leben der Menschen in Taiwan, sei es in den Gro\u00dfst\u00e4dten oder auf dem Land, heran zu kommen.<\/p>\n<p>Ein in diesem Umfeld entstandener Film ist <em>The Terrorizers<\/em>. Anfangs erinnert er noch an <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/2012\/01\/blow-up\/\" target=\"_blank\">Blow up<\/a> von <a href=\"http:\/\/www.radiolarium.net\/movies\/tag\/michelangelo-antonioni\/\" target=\"_blank\">Michelangelo Antonioni<\/a>, was ganz sicher kein Zufall, sondern Absicht ist, doch bald entwickelt er sich in eine andere, ganz eigene Richtung, so, wie die verschiedenen Erz\u00e4hlstr\u00e4nge der Geschichte, die anfangs nur parallel nebeneinander herlaufen, schlie\u00dflich aber doch ein komplexes Gef\u00fcge ergeben. Angereichert wird die Handlung zudem durch viele kleine originelle Ideen und bisweilen selbstironische Hinweise, seien es m\u00fcndliche auf japanische Horrorfilme oder optische, wie zum Beispiel Vergr\u00f6\u00dferungen, die aus vielen Einzelteilen bestehen und durch Windzug in Bewegung geraten.<\/p>\n<p>Hinzu kommt ein Bildaufbau, der oft durch sich wie von selbst ergebende Rahmen strukturiert wird sowie eigenwillige Kameraschwenks, Bildausschnitte und -\u00dcberg\u00e4nge, die dem Film einen ganz eigenen Stil geben, der, auch wenn man an den Frisuren und der Kleidung einiger Personen die 80er Jahre ablesen kann, ansonsten zeitlos wirkt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: x-small;\">(The Terrorizers, Taiwan 1986; Regie: Edward Yang.)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vierzehn Jahre vor seinem letzten Film erschien The Terrorizers von Edward Yang. 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